Ess-Brechsucht

ess-brechsuchtEss-Brechsucht ist auch unter dem medizinischen Begriff „Bulimie“ bekannt. In Deutschland leiden rund drei Millionen Frauen zwischen 18 und 35 an dieser Krankheit. Die tatsächliche Zahl liegt jedoch deutlich höher, denn die Dunkelziffer ist groß. Nicht selten sind es attraktive und erfolgreiche Frauen, die über Diäten in den Teufelskreis geraten.

Betroffene Frauen setzen sich auf Diät, erleiden intensive Heißhungerattacken und zwingen sich danach zum Erbrechen. Nur selten gehen Ess-Brechsüchtige zum Arzt, viele Frauen schaffen es über viele Jahre, das Krankheitsbild zu verbergen und verweigern eine Behandlung, wenn die Sucht diagnostiziert ist. Frauen mit Bulimie sind in der Regel normalgewichtig, fühlen sich aber dick. Die Wahrnehmung der eigenen Figur ist gestört, sie empfinden sich als hässlich.

Aufgrund ihres Ess-Verhaltens sind sie jedoch oft nicht in der Lage, Diäten durchzuhalten und wählen daher den Weg des Erbrechens. Da sie parallel dazu immer mehr essen, kommt es zu keiner Gewichtsabnahme, sodass sie sich immer wieder übergeben oder Abführmittel verwenden. Während Magersüchtige ihre Krankheit in der Regel leugnen, leiden Ess-Brechsüchtige sehr darunter, sodass auch Selbstmordgedanken vorkommen. Sie haben meist gerötete Augen, Karies und suchen oft die Toilette auf. Um die Geräusche des Erbrechens zu übertönen, wird die Spülung mehr als einmal betätigt. Ess-Brechsüchtige brauchen ärztliche Hilfe oder sollten eine Beratungsstelle aufsuchen.

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