Fernsehsucht

fernsehsuchtHinter dem Begriff Fernsehsucht verbirgt sich das zwanghafte Verlangen, unentwegt Fernsehen zu schauen. Die Wirkung des Mediums ist beruhigend, der Betroffene fühlt sich wohl und ausgeglichen. Wir das Gerät jedoch abgeschaltet, machen sich Leere und ein Gefühl der Schlappheit breit. Die Entwicklung zur Fernsehsucht hin ist ein schleichender Prozess. Erste Anzeichen lassen sich erkennen, wenn man kaum noch Aktivitäten erledigen kann, ohne dass der Fernseher nebenbei läuft. Auch das sofortige Einschalten des Fernsehers, wenn an nach Hause kommt, deutet auf Symptome der Fernsehsucht hin. Des weiteren gehört stundenlanges Zappen zur Fernsehsucht, man schaltet in den Programmen hin und her, ohne etwas Interessantes zu entdecken, kann das Gerät aber dennoch nicht ausschalten. Fernsehsucht ist deswegen so gefährlich, weil sie durch uralte Instinkte zustande kommt. Die sogenannte Orientierungsreaktion sorgte schon immer dafür, dass bei plötzlichen Bewegungen die Aufmerksamkeit geweckt wird. Diese Reaktion war und ist überlebensnotwendig, um auf plötzliche Bewegungen wie Autos reagieren zu können. Früher diente die dem Schutz gegen Raubtiere. Die Bewegungen im Fernsehen erzeugen eine ähnliche Reaktion, der Körper wird dabei jedoch in einen Ruhemodus versetzt, das Gehirn verarbeitet die Bilder. Wird der Fernseher ausgeschaltet, kann der Körper nicht lange in diesem Ruhemodus bleiben, das Gehirn erhält keine Reize mehr, die Folge sind Leere und Passivität. Im Falle von Fernsehsucht ist der Besuch bei einem Arzt oder einer Beratungsstelle angeraten.

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