Magersucht

MagersuchtAnorexia nervosa, im Volksmund auch Magersucht genannt, bezeichnet psychisch bedingte Appetitlosigkeit. Die Betroffenen leiden unter einem völlig gestörten Selbstbild. Sie empfinden sich als zu dick, selbst wenn sie schon längst an starkem Untergewicht leiden. Die Angst vor der Gewichtszunahme reduziert den Lebensinhalt von Magersüchtigen nahezu völlig auf das Thema Nahrung. Das Denken und Handeln bewegt sich immer um die Themen Gewicht und Essen. Von Magersucht spricht man, wenn das Körpergewicht 15% unter dem altersüblichen Gewicht liegt. Zunächst sehen Außenstehende die physischen Auswirkungen bei Magersüchtigen. Betroffene verlieren oft 45 bis 50% ihres Ursprungsgewichtes. Sie erreichen dieses Ziel durch viel Sport, kaum Nahrungsaufnahme oder der Einnahme von Abführmitteln. Die psychischen Wirkungen der Magersucht wird Außenstehenden erst später klar, wenn der betroffene Mensch kaum isst oder nicht an gemeinsamen Mahlzeiten teilnimmt. An dieser Stelle ergibt sich ein zusätzliches Problem. Magersüchtige verfügen über ein geringes Selbstwertgefühl, das stark an ihr Gewicht gekoppelt ist. Werden sie auf das Thema angesprochen, reagieren sie streng mit sich und anderen. Sie sind sehr leistungsorientiert und betrachten die Kontrolle von Gewicht und Nahrungsaufnahme als eine besondere Leistung. Im Zuge des gestörten Essverhaltens und der extremen sportlichen Betätigung kommt es jedoch zu Verfallserscheinungen, die häufig in Depressionen enden. Anorexia nervosa muss ärztlich behandelt werden, um die mittel- und langfristigen Auswirkungen in Griff zu bekommen.

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