Medikamentensucht

Frau mit vielen Tabletten auf LöffelMedikamente sind ein selbstverständlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens. Viele Präparate sind rezeptfrei in der Apotheke zu bekommen und gehören in fast jeden Medizinschrank. Medikamente können aber auch süchtig machen. Jedes Präparat bringt eine Sucht- und Missbrauchsgefahr mit sich. Als Drogen verwendet werden in der Regel jedoch Schmerz-, Beruhigungs- und Schlafmittel. Es ist gerade die Legalität vieler Medikamente, die den Suchtfaktor so gefährlich werden lässt. Allein der Präparat Paracetamol, das das Image der Harmlosigkeit in sich trägt, verfügt über einen hohen Suchtfaktor, die möglichen Folgeerkrankungen sind ausgesprochen gefährlich. Die Betroffenen von Medikamentensucht wissen in den meisten Fällen nicht viel über die Zusammensetzungen oder Auswirkungen der Medikamente, die sie einnehmen. Auch die Gefahren der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten, ohne dass ein Arzt diese kontrolliert, sind den Süchtigen nicht klar. Bereits im Jahr 2003 galten in Deutschland rund 1,8 Millionen Menschen als medikamentensüchtig. Das stellte die Bayerische Landesärztekammer schon damals fest. Viele Ärzte verlangen aufgrund dieser erschreckenden Zahlen schon seit längerem, dass auf Medikamentenpackungen ähnliche Warnhinweise wie auf Zigarettenschachteln stehen müssten. Nicht zuletzt für Kinder können Medikamente zu einer ernsten Gefahr werden. Durch ihr harmloses und zum Teil buntes Aussehen wirken sie auf Kinder sehr verlockend. Medikamentensüchtige benötigen ärztliche Hilfe oder sollten eine Beratungsstelle aufsuchen, um sich helfen zu lassen.

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