Pornografiesucht

PornografiesuchtDie exzessive oder obsessive Beschäftigung mit pornografischem Material wird als Pornografiesucht bezeichnet. Und obwohl die Wissenschaft eines solchen Krankheitsbildes nicht anerkennt, ist die Existenz nicht zu leugnen. Pornografiesucht muss unabhängig von Sexsucht oder Hypersexualität betrachtet werden. Kritische Vereinigungen, die sich mit dem Thema Pornografiesucht beschäftigen, haben Checkliste entwickelt, die helfen sollen, die eigene Sucht zu erkennen. So können die übermäßige Freude auf die nächste Internetsitzung und die verkürzten Abstände zwischen den Sitzungen auf Suchtgefahr hindeuten. Auch das Überwiegen des Interesses an Masturbation gegenüber sexueller Betätigung mit dem Partner deutet auf Suchtverhalten hin. Der Psychoanalytiker Dr. Victor Cline vertritt die These, es gebe bei der Pornografiesucht 4 Stufen. Die Stufe der Abgängigkeit führe dazu, dass das Betrachten von pornografischem Material süchtig mache. Es folgen Eskalation und Desensibilisierung. Das pornografische Material muss immer stärker werden, Tabus wie Sex mit Minderjährigen oder Vergewaltigung würden gedanklich folgen. Zum Schluss käme das sexuelle Ausleben der Fantasien. Die Thesen sind umstritten, sie unterstreichen jedoch, dass es Pornografiesucht gibt. Allein in den USA schätzen die Experten ca. 200.000 Pornografiesüchtige, vornehmlich geht es dabei um Cybersex. In modern Zeiten spielt sich Pornografiesucht hauptsächlich im Internet ab, da es einfach ist, über das Netz an pornografisches Material heranzukommen. Pornografiesüchtige können sich von Ärzten oder Therapeuten helfen lassen.

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