Sexsucht

sexsuchtIn der Sexualwissenschaft wird die Sexsucht auch als Hypersexualität bezeichnet. Sie ist gekennzeichnet durch gesteigertes sexuelles Verlangen bzw. sexuell motiviertes Handeln. Sexsucht kann zu unkontrolliertem sexuellen Genuss von Kontaktmitteln wie dem Internet, Telefonsex, übermäßiger Masturbation oder häufig wechselnden Sexualpartnern führen. Es gibt Sexsüchtige, die täglich mehrere Orgasmen brauchen. Sexuelle Befriedigung verschaffen diese Höhepunkte jedoch nicht. Sexsucht kann so weit gehen, dass soziale Kontakte, die nicht im Zusammenhang mit der Sucht stehen, vernachlässigt oder völlig aufgegeben werden. Selbst Familien gehen nicht selten daran zugrunde. Es gibt Experten, die annehmen, dass Sexsucht durch sexuellen Missbrauch in der Kindheit seine Ursachen findet. Wenngleich es solche Fälle gibt, kann man Hypersexualität nicht pauschal damit begründen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO wir die Sexsucht als „Gesteigertes sexuelles Verlangen“ bezeichnet, das keine krankhafte Ursache habe. Andere Experten betrachten die Symptome sehr wohl als Krankheit. Fakt ist, dass Handlungsbedarf besteht, wenn Betroffene beginnen, die genannten Symptome zu zeigen und ihr soziales Umfeld wegen gesteigerten sexuellen Verlangens zu vernachlässigen. Um Hilfe beim Umgang mit der Sexsucht zu erhalten, sollte ein Arzt, Therapeut oder eine Beratungsstelle konsultiert werden.

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